Pflegepolitik im Fokus: Pflegebedürftige schauen genau hin
Wie viel Einfluss hat die Pflegepolitik auf die Wahlentscheidung? Eine aktuelle Umfrage von pflege.de mit über 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigt: Pflegebedürftige schauen besonders genau hin, wo sie ihr Kreuz setzen.Während fast 60 Prozent der Befragten Pflegepolitik als stark wahlentscheidend einstufen, fühlen sich allerdings besonders jüngere und beruflich Pflegende von der Politik im Stich gelassen. Ein Wunsch eint alle: weniger Bürokratie und mehr Unterstützung.
Wir fragten: Wie stark beeinflusst die Pflegepolitik ihre Wahlentscheidung?
Die Ergebnisse zeigen, dass die Pflegepolitik für viele eine bedeutende Rolle spielt: Mit einem Durchschnittswert von 6,5 auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten fast 60 Prozent der Teilnehmenden den Einfluss als stark (Werte 7 bis 10). Lediglich 18 Prozent messen der Pflegepolitik nur eine geringe Bedeutung bei (Werte 1 bis 4).
Die Altersgruppe der 45- bis 74-Jährigen informiert sich am häufigsten über die Pflegepolitik. Die unter 25-Jährigen, die allerdings nur einen geringen Anteil der Gesamtteilnehmer ausmachen, tun dies hingegen kaum, und auch bei den über 75-Jährigen nimmt das Interesse wieder deutlich ab.
Pflegebedürftige informieren sich am meisten – Pflegekräfte sind am unzufriedensten
Pflegebedürftige zeigen das größte Interesse an der Pflegepolitik und bewerten die aktuelle Situation überraschenderweise am positivsten: 9 Prozent fühlen sich vollkommen unterstützt, weitere 54 Prozent zumindest teilweise.
Ganz anders sieht es bei den professionellen Pflegekräften aus: Sie sind am unzufriedensten mit der aktuellen Pflegepolitik – 53 Prozent geben an, sich überhaupt nicht unterstützt zu fühlen.
Die große Mehrheit fordert bessere Arbeitsbedingungen: ein deutliches Signal für Reformbedarf in einem Bereich, der stark vom Fachkräftemangel geprägt ist.
Mittlere Altersgruppen besonders kritisch
Die Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen zeigt sich insgesamt am kritischsten gegenüber der aktuellen Pflegepolitik: 50 Prozent geben an, sich überhaupt nicht unterstützt zu fühlen und nur 4 Prozent fühlen sich vollkommen unterstützt, 39 Prozent teilweise.
Dicht dahinter folgen die 45- bis 64-Jährigen, von denen 42 Prozent angeben, sich nicht ausreichend unterstützt zu fühlen. Auch 32 Prozent der 65- bis 74-Jährigen teilen diese Meinung, während nur 3 Prozent in dieser Altersgruppe die Pflegepolitik als vollkommen unterstützend empfinden.
Ältere Generationen weniger interessiert
Während die Informationsbereitschaft bei den 45- bis 74-Jährigen am größten ist, nimmt sie bei den über 75-Jährigen wieder deutlich ab. Diese Gruppe zeigt weniger Interesse an den politischen Rahmenbedingungen und konzentriert sich eher auf die unmittelbaren Herausforderungen im Pflegealltag.
Junge Menschen fordern finanzielle Unterstützung – weniger Fokus auf Pflegeangebote
Die Altersgruppe unter 25 Jahren hebt sich durch ihren Wunsch nach mehr finanzieller Unterstützung ab. Gleichzeitig spielt der Ausbau von Pflegeangeboten für sie eine vergleichsweise geringe Rolle.
Außerdem fordern 29 Prozent von ihnen einen Abbau der Bürokratie. Das zeigt, dass junge Menschen vor allem die finanziellen Herausforderungen der Pflegepolitik im Blick haben.
Weniger Bürokratie und mehr Entlastung gefordert
Auf die Frage „Welche konkreten Verbesserungen wünschen Sie sich in der Pflegepolitik der nächsten Regierung?“ zeigten sich klare Schwerpunkte: Die meisten Befragten fordern eine Reduzierung der Bürokratie (27 Prozent) und eine höhere finanzielle Unterstützung für Pflegebedürftige und Angehörige (25 Prozent).
Der Ausbau und die Verbesserung von ambulanten und stationären Pflegeangeboten spielen vor allem bei den älteren Befragten ab 65 Jahren mit 22 Prozent eine größere Rolle, während dieser Punkt für die jüngsten Teilnehmenden nur von 8 Prozent genannt wurde.
Fazit zur Umfrage
Pflegepolitik ist für viele wahlentscheidend, doch die Erwartungen an die Politik sind je nach Gruppe sehr unterschiedlich. Während Pflegebedürftige sich gut informiert fühlen, kritisieren Pflegekräfte mangelnde Unterstützung und fordern dringend bessere Arbeitsbedingungen. Besonders junge Menschen setzen auf finanzielle Entlastung, während ältere Befragte den Abbau von Bürokratie und den Ausbau von Pflegeangeboten als zentrale Themen sehen.
pflege.de, 11.02, https://www.pflege.de/pflegegesetz-pflegerecht/politik-wahlen/#magazin-pflegepolitik-im-fokus-pflegebeduerftige-schauen-genau-hin, letzter Zugriff 11.02
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