Erfolgsstories

Anja Heiligenpahl
Hamminkeln

Anja Heiligenpahl ist eine Frau, die keine Zeit mit Grübeln verschwendet: „Ich lasse die Dinge auf mich zukommen und befasse mich erst dann mit möglichen Problemen, wenn sie da sind“, sagt die Unternehmerin aus Hamminkeln in Nordrhein-Westfalen. Mit ihrer zupackenden, lösungsorientierten Art war sie rund 20 Jahre lang erfolgreich selbstständig im B2B-Vertrieb von CDs und DVDs. Doch vor drei Jahren entschied sie sich für einen neuen Bereich: Seit Ende 2017 vermittelt sie nun als Betreuungswelt-Partnerin 24-Stunden-Unterstützung für Pflegebedürftige. Eine Tätigkeit, die ihr viel Spaß macht.

Eine Alternative zum Pflegeheim

Das Lizenzsystem Betreuungswelt wendet sich nicht nur an Gründer, die beruflich aus dem Pflegebereich kommen. Auch Partner mit einem anderen Hintergrund sind willkommen. Das Konzept startete 2015 mit dem Ziel, pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen eine bezahlbare, liebevolle und kompetente Betreuung rund um die Uhr in ihrem eigenen Zuhause zu ermöglichen. Dabei übernehmen nicht die Lizenzpartner die Pflege, sondern Mitarbeiterinnen aus Osteuropa, die in Zusammenarbeit mit Partneragenturen vermittelt werden. Die Lizenznehmer gewinnen die Kunden vor Ort und bleiben deren Ansprechpartner. Als Anja Heiligenpahl ein neues Tätigkeitsfeld suchte, leuchtete ihr das Konzept sofort ein. „Schon vor vielen Jahren habe ich meinem Vater versprochen, ihn später nicht in ein Heim zu geben“, erzählt die gelernte Kauffrau. „Zum Glück sind meine Eltern noch sehr fit, aber im Ernstfall wäre die 24-Stunden-Betreuung zu Hause auch für sie das Richtige“, sagt sie.

„Ehrlichkeit ist wichtig“

Für sie selbst bot Betreuungswelt eine Option, ihren Erfolg weiterhin selbst in der Hand zu haben, und das zu fairen Konditionen. Nach dem Vergleich verschiedener Anbieter in diesem Bereich nahm Anja Heiligenpahl daher Kontakt zur Nürnberger Zentrale auf – und stellte fest, dass nicht nur das Angebot, sondern auch die Wellenlänge passte. Wichtig war ihr, dass niemand ihr falsche Versprechungen machte.

„Da ich mich entschied, alle Interessentenkontakte selbst zu akquirieren, brauchte ich am Anfang auch Geduld – aber genau das wurde mir vorher auch gesagt“, erinnert sie sich. Immer wieder stellte sie sich bei Empfehlungsgebern wie Krankenhäusern oder Arztpraxen vor, präsentierte ihre Vermittlung. „Es dauerte eine Weile, aber ich habe darauf vertraut, dass es funktioniert. Nach sechs Wochen kam dann der erste Vertrag zustande“, erzählt sie. Im ersten Sommer nach ihrem Start waren es an die 20, danach entwickelte sich ihre Selbstständigkeit immer dynamischer.
Auf Transparenz und Ehrlichkeit legt Anja Heiligenpahl auch ihren Kundinnen und Kunden gegenüber großen Wert. Sie tut nicht so, als gäbe es eine Garantie für die perfekte Betreuung. „Oft passt es super, aber in manchen Fällen muss man auch Kompromisse machen – oder auch recht schnell jemand neuen finden. Da ist es wichtig, dass das von Anfang an jedem bewusst ist“, sagt sie.

Empathie, Menschenkenntnis – und eine gute Erreichbarkeit

Als Ansprechpartnerin für die Kunden auch nach der Vermittlung hilft die Betreuungswelt-Partnerin, wenn Probleme auftreten – und sie berät bei der Auswahl der Betreuungskraft. Mittlerweile hat sie hier ein gutes Gefühl entwickelt. Viele Kunden legen zuerst großen Wert auf gute Deutschkenntnisse, doch Anja Heiligenpahl erlebt immer wieder, dass Empathie und gegenseitige Sympathie entscheidender sind. „Bei der Verständigung können Übersetzungs-Apps helfen, aber die grundsätzliche Chemie muss stimmen“, so ihre Erfahrung.

Wichtig ist ihr auch, telefonisch sehr gut erreichbar zu sein, um bei Fragen sofort reagieren zu können. „Als die Kundenzahl bei 50 lag, konnte ich das allerdings nicht mehr allein schaffen“, erzählt sie. Im Sommer 2019 stellte sie daher eine Mitarbeiterin ein. Denn der Kundenstamm wächst weiter – selbst in diesem Jahr mit der Corona-Krise. „Zum Glück konnten unsere Betreuungskräfte weiter einreisen“, sagt sie. Mittlerweile sind es rund 100 bestehende Kundinnen und Kunden, die dank ihrer Vermittlung zu Hause betreut werden können. Es könnte wohl kaum besser laufen.

Austausch mit Zentrale und anderen Partnern

Wie die meisten Betreuungswelt-Partner arbeitet Anja Heiligenpahl von Zuhause aus. Sie schätzt den Austausch innerhalb des Lizenzsystems: mit der Zentrale, aber auch untereinander bei Partnertreffen. „Anfangs habe ich die anderen nach Tipps gefragt, mittlerweile werde ich aber auch gefragt“, erzählt sie. Das selbstständige Arbeiten war sie ja bereits gewöhnt, doch im Vergleich zum B2B-Vertrieb sind die Themen und der Kontakt zu den Kundinnen und Kunden viel persönlicher. Das mache die Aufgabe herausfordernder, aber auch befriedigender, sagt die Unternehmerin. „Besonders schön ist es, wenn Kunden anrufen und sich bedanken, weil sie eine tolle Kraft bekommen haben“, erzählt sie. Mit ihrer direkten und aufgeschlossenen Art hat sie bei der Betreuungswelt genau die richtige Aufgabe gefunden. Da sie sich gut organisieren kann, profitiert sie auch von der Flexibilität der Tätigkeit. „Ich habe zwar oft viel zu tun, aber ich genieße zwischendurch auch Zeit mit meinem Partner, beim Reiten oder mit meinen Hunden“, sagt Anja Heiligenpahl. Sie ist sich sicher: „Ich bleibe langfristig bei Betreuungswelt, denn die Arbeit macht mir Spaß und ich kann mir immer wieder neue Ziele setzen.“

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